Homepage von Michael L.
 
 
Interrailtour durch Grossbritanien 2003, die Einleitung...
Der Sommer 2003 war heiß und somit beschlossen Carsten und ich, dass wir in ein Land müssen, was nicht so warm ist und die Wahl fiel auf Grossbritannien. Dabei war klar, dass wir mit dem Zug durch das Land fahren wollen, also kauften wir uns das Interrailticket, sowie einen Flug von Altenburg mit RyanAir nach London. Soweit so gut, denn wir haben im Vorraus eine ungefaire Reiseliste ausgearbeitet, welche wir ungefähr abdahren wollten. Als einziges hatten wir die Jugendherberge in London gemietet, damit wir bei der Ankunft eine Schlafmöglichkeit haben. So sollte das Abenteuer beginnen:
Die Reiseroute
Hier die Reiseroute im Überblick. Natürlich auch wieder die Anzahl der Kilometer, die zurück gelegt wurden.

Datum Von Nach Dauer Strecke
06.09.03AltenburgLondon1h 10m857km
08.09.03LondonEdinburg7h 37m646km
11.09.03EdinburgAberdeen2h 25m210km
11.09.03AberdeenInverness2h 11m174km
12.09.03InvernessCulrain1h 20m93km
13.09.03CulrainPitlochy2h 58m238km
13.09.03PitlochyStirling1h 08m99km
15.09.03StirlingBelfast4h 40m229km
17.09.03BelfastDublin2h 05m183km
19.09.03DublinLiverpool5h 28m266km
20.09.03LiverpoolCardiff3h 30m282km
22.09.03CardiffPortsmouth3h 10m226km
24.09.03PortsmouthLondon1h 40m120km
24.09.03LondonAltenburg1h 50m857km
London
London, die Weltstadt schlechthin und vornweg gesagt schon einmal: die Stadt ist viel zu groß, um alles hier aufzuzeigen. Nichts desto trotz haben wir unsere Reise in London begonnen und die ersten Tage dort verbracht. Hierbei kann ich die Jugendherberge an der St. Pauls Cathedral empfehlen. Die Menschen dort sind sehr nett, man bekommt Frühstück und hat einen wunderbaren Startpunkt für die Stadterkundungen.
Natürlich ist das beste Verkehrsmittel in der Stadt die Tube. Eigentlich lohnt es sich für jeden Tag ein Tagesticket zu holen und unbeschwert von Schauplatz zu Schauplatz zu fahren. Aber auch zu Fuß hat die Stadt einiges zu bieten und man sollte ab und zu auf ein Ticket verzichten und einfach los marschieren. Aber vorsicht, wer das erste Mal in einem Land mit Linksverkehr ist sollte mit Obacht über die Straße gehen. Aber auch daran gewöhnt man sich sehr schnell.

Towerbridge bei Nacht

Buckingham Palace

Liberty Festival am Trafalgar Square
Angekommen sind wir dann in der Liverpool Street Station, der mit einer der größten neben Kings Cross, Euston und Victoria Station ist. Von dort kann man durch einen Fussmarsch die Jugendherberge erreichen. Auf diesem Fussmarsch kommt man schon durch das Bankenviertel, was einige nette alte und neue Bauwerke zu bieten hat. Unter anderen befindet sich hier ein Museum zur britischen Geldgeschichte und die Bank of England. Gleich neben der Jugendherberge befindet sich, wie schon erwähnt die St Pauls Cathedral, die leider gerade im Umbau war und deshalb von hässlichen Baugerüsten umgeben war. Aber eine sehr eindrucksvolle Kulisse für ein Foto.
Aber eine Ecke, die man in London besuchen muss ist eindeutig die "Ecke", wo die Tower Bridge steht. Von St Pauls aus läuft man genau durch das Geschäftsviertel und kommt plötzlich am Tower heraus. Gleich dort ist auch der Tower Hill und die Tower Bridge. Über diese kommt man zum anderen Ufer der Themse, wo das neugebaute Konferenzzentrum der Stadt steht. Aber wir hatten Glück, denn hier bot sich uns die erste außergewöhnliche Attraktion: ein Engländer hat sich in einen Glaskasten einsperren lassen und an einen Kran gehängt und nun ein paar Tage in diesem Kasten in der Luft verbracht. Die Engländer sind schon manchmal komisch.

Weiter an der Themse entlang, kommt man an der HMS Belfast vorbei, einem ausrangierten Kriegsschiff der Royal Navy. Dieses Schiff kann man betreten und begutachten. Weiter am Ufer lang flaniert kommt man schließlich zur Millenium Bridge, über diese kann man wieder zurück zu St Pauls, die genau auf dem anderen Flussufer liegt. Für diese nette Tour und ohne Eintritt in den Tower, oder die HMS Belfast braucht man circa 3 Stunden.
Aber London hat noch einiges mehr zu bieten. Wenn man sich in das Regierungsviertel verirrt, zur Downing Street, kann man sich die Wachen der Queen anschauen. Alle regierungsnahen Gebäude, wie Buckingham Palace, Houses of Parlaiments mit Big Ben stehen hier in der Nähe. In London braucht man eigentlich nur um die nächste Ecke zu gehen und schon sieht man die nächste Attraktion. Wenn man davon genug hat, kann man sich im St. James Park begnügen Enten zu füttern, eins der vielen Konzerte im Hyde Park besuchen oder einfach nur das Nationalmuseum am Trafalgar Square besuchen. Es gibt wahnsinnig viel zu bestaunen in London und das kann man nicht oft genug sagen. Museen ohne Ende: Nationalmuseum (Trafalgar Square, Imperial War Museum, Science Museum...). Auch findet man sehr viele Märkte, auf denen man nette Schnäppchen schlagen kann. Ganz wichtig: man sollte, wenn man im Hyde Park ist ein Ohr den Leuten an der Speakers Corner schenken, sehr amüsant.
Imperial War Museum
Natürlich kann man auch die Tube nutzen, um ein klein wenig die Vorstädte abzugrasen, wo es auch noch etliches gibt. Aber wir hatten nicht die Zeit und waren vorerst nur in Notting Hill. Aber eine Anekdote noch zu London: als wir London zu dieser Zeit besuchten fanden Terror Übungen im Bankendistrikt statt. Ja wir haben nicht schlecht gestaunt als wir am Morgen die JH verlassen hatten und plötzlich vor Anti-Terror-Kräften standen, die komplette UBahnhöfe angesperrt hatten. Komischer Zufall, dass bei meinem nächsten London Besuch (siehe Städte-Seite tatsächlich ein Anschlag statt finden sollte). Letztendlich verliessen wir London abends mit dem Nachtzug in Richtung Edinburg
Schottland
In Schottland haben wir einige Tage verbracht. Angefangen mit der Ankunft früh morgens in Edinburg auf dem Hauptbahnhof, wo wir die ersten Tage verbringen sollten. Auch hier haben wir wieder in einer Jugendherberge gewohnt, um uns selber zu bekochen und möglichst nahe in der Stadt zu sein. Leider war dies ein Irrtum, denn die Jugendherberge lag leider ein klein wenig außerhalb des Stadtkerns. Ja und da Edinburg schon an den Toren der Highlands liegt haben wir einen netten Fussmarsch zu dieser gehabt. Aber für den Rückweg haben wir gelernt wie das Bus fahren funktioniert, was ja wirklich in jedem Land anders ist. Gut zu wissen, dass es Tagestickets auch hier gibt, diese aber zu unterschiedlichen Busgesellschaften gehören. Alles nicht so einfach ;).

Edinburg: Nelson Monument

Schloss in Edinburg

Kreidefelsen vor North Berwick
Aber was kann man sich in Edinburg anschauen? Also erst einmal kann man die Princess Street Gardens bewundern, die wie der Name schon sagt direkt an der Princess Street liegen. Dort ist auch gleich der Hauptbahnhof und man ist sozusagen sehr zentral. Auch hier gibt es interessante kulturelle Kostbarkeiten, eins wäre die Nationalgallerie von Schottland. Interessehalber habe ich einen Blick in die Bibliothek von Edinburg geworfen, wow kann ich da nur sagen. Nicht schlecht für eine Bibliothek. Pflicht ist natürlich auch die Royal Mile, eine Straße, die vom Schloß (sehr teurer Eintritt) bis hin zum Palace of Holyroodhouse. Ist irgendein Sitz der Königsfamilie. Oben am Schloß befindet sich auch ein Whiskymuseum, für den Schnappsinteressierten.
Ein sehr wichtiger Aussichtspunkt sei noch Nelsons Monument empfohlen. Ansonsten kann man sagen, dass Edinburg eine sehr kleine Stadt ist. Die Stadt besitzt einen Hafen und liegt gleich an der Nordsee. Aber hier liegt schon der Vorteil, denn empfohlen sei einfach einen Zug in Richtung Nordseeküste zu nehmen, denn hier gibt es hervorragendes Wasser, Golfplätze und Segelmöglichkeiten. Aber auch hier wieder eine kleine Anekdote, denn außerhalb von Edinburg wollte ich mal wieder ein Flugzeugmuseum sehen und auf den Weg dahin haben wir uns gnadenlos verlaufen. Alles meine Schuld gewesen und nach etlichen Stunden Fussmarsch durch die Prärie sind wir endlich angekommen und nur dank einer netten Schottin haben wir den Weg zurück zum Zug geschafft, denn sie hatte uns mit nach North Berwick genommen.

Irgendwann dann haben wir Edinburg verlassen und sind mit dem Zug tiefer nach Norden, genauer gesagt Aberdeen. Hier habe ich den größten "Mega Mac" (wie Big Mac, nur mit 4 Scheiben Fleisch anstatt 2) meines Lebens gegessen und erschrocken von dieser kleinen Stadt sind wir einige Stunden später direkt weiter in die Highlands nach Inverness. Auf dem Weg dahin sind wir an Whiskeyfässern vorbeigekommen und wundervollen Landschaften. Die Zugstrecken sind hier alle nur eingleisig und die Züge bestehen aus 2 Personenwagen.

Inverness

Jugendherberge Carbisdale Castle
Angekommen in Inverness waren wir von dem kleinen Nest schon begeistert. Es ist klein, aber fein würde ich mal behaupten. Es besitzt ein Schloss und eine niedliche Einkaufspassage. Hier sei vor allem die Jugendherberge zu empfehlen: 5 Sterne JH, mit Luxus pur. Ansonsten ist Inverness gut, um von hier aus eine Tour zum Loch Ness zu machen. Aber ich warne euch vor, erwartet nicht zu viel, letztendlich ist es nur ein See, mit besonders dunklem Wasser, viel Wind und einer Geschichte, die bestimmt nur erfunden wurde, um Leute dorthin zu locken.

Anekdote zu Inverness: Hach ja auch hier ist mir wieder was passiert. Nachts bin ich auf Toilette und habe meine Türkarte auf dem Tisch liegen lassen. Am nächsten Morgen war diese weg, mit meiner Cola. Wie sich dann heraus stellen sollte, war der Italiener auf unserem Zimmer des Nachts besoffen, hat die Karte und Cola für sein Eigentum betrachtet und mitgenommen. Durch einen Zufall haben wir sie aber wieder bekommen und alles war gerettet.

Carbisdale Castle bei Culrain: Eine Jugendherberge in einem alten schottischen Schloß. Sehr zu empfehlen, rundherum ist nur Wald und Natur. In der Nähe findet man dann auch das Carbisdale Battlefield, wo eine der letzten großen Schlachten statt gefunden hat: 1650 gegen die britische Covernante.

Highland Games in Pitlochy

Kultur in Stirling

ältestes Haus von Glasgow
Zwischen Inverness und Stirling liegt ein kleines Kaff: Pitlochy. Aber wie es der Zufall so wollte waren genau an diesem Tag, an dem wir dort vorbei kamen die Highland Games. Es hat sich gelohnt hier kurz aus dem Zug zu springen, denn man konnte Sportarten betrachten, die man sonst nicht so schnell sieht. Außerdem hatten wir die Möglichkeit in den Bergen der Highlands, von oben die wärmende Sonne und auf dem Feld eine Garnison an Musikern mit Dudelsack, Bass und einem so machtvollen Sound, wie ich ihn noch nie gehört habe. Das ging mehr als unter die Haut.
Weiter sehr zu empfehlen ist Stirling. Einerseits, weil man von hier gut Glasgow erkunden kann, anderseits weil auch Stirling geschichtlich einen Hintergrund hat: William Wallace und seine Schlacht. Wem dies nichts sagt, der sollte sich mal Braveheart mit Mel Gibson anschauen. Außerdem hat Stirling auch wieder ein Schloß mit einem Ausblick, der Atemberaubend ist. Passend zu William Wallace gibt ein ein William Wallace Monument, was sehr weit außerhalb ist und noch vieles mehr.
Bevor wir mit der Highspeed Fähre von Stranraer nach Belfast übersetzen waren wir noch einmal in Glasgow und hier prägte Carsten den treffenden Satz: "Glasgow hat den Charme eines Mülleimers.". Was soll ich da noch mehr zu sagen? Schottlands Qualitäten liegen in alten Städten, Schlössern, dem Scotch, der Landschaft und seinen Menschen.
Belfast

Universität von Belfast
Belfast Child, ein bekanntes Lied von Simple Minds. Mmh, Belfast hat einen ganz besonderen Charme und hat es mir irgendwie angetan. Es ist gleich, ob man das riesige Trockendock sieht, wo die Titanic gebaut wurde, oder die Universität mit dem Botanischen Garten. Es ist gleich, ob man Häuserwände mit Bildern findet, die einen nachdenken lassen, oder ob man durch die Innenstadt läuft und staunt. Belfast ist die Empfehlung schlecht hin und auch wenn man mit gemischten Gedanken an diese Stadt denkt würde ich immer wieder hierher zurückkehren.

Titanic Trockendock

Hausbilder
Dublin
Dublin als Hauptstadt von Irland hat natürlich ein etwas anderes Gewicht bei dieser Reise. Dublin ist eine nicht wirklich kleine Stadt. Denn wenn man allein an den Guiness Stadtteil denkt, weiß man, wie groß man sich Dublin vorstellen sollte. Natürlich ist es im Vergleich zu einer chinesischen Stadt überhaupt nicht groß, aber für die kleine Insel doch erstaunlich. Erstaunlich in vielerlei Hinsicht, zB gibt es Menschen aus jedem Land. Wir haben sehr viele Leute getroffen, die nur der Arbeit wegen nach Dublin gekommen sind. Es waren Tschechen oder Leute aus dem irischen Inland. Wir haben auch eine Australierin getroffen, die von Dublin begeistert war. Die Jugendherberge liegt ein klein wenig außerhalb und auf dem Weg dahin kommt man schon an der ältesten Frauenklinik Europas vorbei. Hier trifft man auf unglaublich viele schwangere Frauen, habe noch nie soviel auf einmal gesehen. Die JH selber ist angenehm, vor allem das Frühstück, welches in einer Art alten Kirche zu sich genommen wird ist mal ein Erlebnis.

Jameson Distille
Aber was kann man in Dublin noch anstellen? Orientieren kann man sich auf jeden Fall am Dublin Peak, ein riesiger Stahlstachel, der mitten auf einer Straße steht. Weiterhin sollte man einen Blick in die wahrlich bekannte Jamesons Distille werfen. Am besten gleich noch welchen kaufen, denn dieser Whiskey ist super lecker. Am Flussufer des Liffey entlang kann man einige Gebäude der EU und der irischen Regierung bewundern. Außerdem gibt es in Dublin noch eine riesige Kirche, die Christs Church, einfach unglaublich riesig.
Sehr zu empfehlen ist auch ein Besuch im Barviertel und der darin liegenden Temple Bar. Von dort kann man dann über die Half Penny Bridge wieder auf das andere Flussufer wechseln, um gemütlich durch eine Passage zu spazieren, die einige interessante Geschäfte bietet. Zusammenfassend kann ich über Dublin sagen, dass es eine interessante Stadt ist, man sehr viel erleben kann, jedoch aber auch viel Hektik begegnet und mit dieser klar kommen sollte. Leider war Carsten in Dublin krank, so haben wir ein klein wenig langsamer gemacht, aber trotzdem ein netter Aufenthalt.

Guinness Brauerei

Straßenszene mit Dublin Peak
Liverpool
In Liverpool hat uns leider das Wetter ein Schnäppchen geschlagen. Denn als wir hier angekommen sind hat es geregnet ohne Ende. Trotzdem haben wir uns nach draussen getraut, um etwas zu sehen. Die Jugendherberge war super, nur ein klein wenig abseits gelegen, aber das störte hier nicht weiter. Liverpool ist natürlich die Stadt der Beatles und das sieht man überall. Ob es ein gelbes UBoot ist was plötzlich an einer Straße steht oder der berühmte Tavern Club. Man findet alles und sogar ein Beatles Museum, wo sich ein Besuch lohnt. Der Hafen von Liverpool ist auch sehr eindrucksvoll und wenn man Langeweile hat sollte man einfach die Füße in die Hand nehmen und rumlaufen, man findet schon interessante Dinge: Chinatown, Liverpool Cathedral, Metropolitan Cathedral, der Fernsehturm, Empire Theater, St George's Hall, Liverpool Museum, The Walker uvm.

Symbol der Beatles

Chinatown in Liverpool
Cardiff
Oh, über Cardiff möchte ich nicht viel Worte verlieren, denn die Stadt hat mir so gar nicht gefallen. Zwar hatten wir wieder das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, denn im Schloß wurde ein Festival gefeiert, wie auch auf den Straßen ein Fest. Dieses Schloß sollte man sich mal anschauen, wir hatten an dem Tag sogar freien Eintritt, wegen der Veranstaltung. Ansonsten gibt es noch nette Museen in Cardiff. Viel gesehen haben wir nicht, da die Jugendherberge sehr außerhalb der Stadt lag, zwischen einer Autobahn und einer Eisenbahnstrecke. Diese kann ich absolut nicht empfehlen. Aber wenn ihr doch dort sein solltet, gegenüber befindet sich ein italienisches Restaurant, da haben wir einen Abend lang nur Pints getrunken und Pizza gegessen, bis es nicht mehr ging. Auch wenn Cardiff wohl mal Kulturstadt Europas war... nun ja, vielleicht hatten wir nur einen schlechten Tag.

Teil des Schloss

Straßenfest in Cardiff
Portsmouth
Portsmouth sollte uns für circa 1,5 Tage gehören. Übernachtet haben wir wieder in der Jugendherberge, aber diesmal war es eine ganze besondere: das Wymering Manson. Ein altes Anwesen aus dem 11. Jahrhundert, was dementsprechend schon eine sehr lange Geschichte hat. Es ist mit eines der ältesten Häuser in England und gilt sogar als Spukhaus. Über das Haus gibt es einige Geschichten und es hat es auch schon in Zeitungen und Fernsehen gebracht. Leider muss man die Jugendherberge tagsüber räumen, von 10-17 Uhr. Aber nichts desto trotz ein sehr sehr cooles Haus und stylisch dazu. Von hier sind wir dann in Richtung Portsmouth gestartet, wo wir lediglich den Hafen besucht haben. Für mehr hat unsere Zeit nicht gereicht und wir hatten dort Spaß. Hier kann man ein ganzes Erlebnisprogramm mitmachen, denn die Royal Navy hat hier einen großen Stützpunkt. Neben alten Kriegsschiffen, unter anderem der HMS Victory, mit der Nelson in der Schlacht von Trafalgar gekämpft hat. Außerdem kann man hier dann noch Museen besuchen und Erlebniskurse mitmachen. Sehr lustig und interessant zu gleich. Eine Hafenrundfahrt bietet sich damit auch an.

altes Schlachtschiff

Admiral Nelsons Kriegsschiff
Stonehenge
Wer kennt es nicht? Das wohl mit berühmteste "Bauwerk" auf Erden. Gut zu erreichen mit dem Zug bis Salisbury und dann mit einem Bus zu den Steinen. Man ist relativ schnell dort, sollte sich aber gut Essen und Trinken einpacken, denn es ist doch außerhalb der Stadt weit weg von der Zivilisation. Dort angekommen sind es eigentlich nur Steine, die einem nicht mal wirklich hoch erscheinen. Alles ist abgesperrt und man kommt nur bis zu einer gewissen Nähe an die Felsen. Die Wege sind vorgeschrieben und man hat die Möglichkeit sich etwas über Kopfhörer erzählen zu lassen. Aber wir hatten Glück mit dem Wetter und ich empfehle euch, einfach nur die Steine auf euch wirken zu lassen... sich bewußt zu werden, welche Geschichte sie haben.
Abschliessende Worte...
Ja und wieder ein Land hinter mich gebracht und vieles gesehen. Ich kann euch nur empfehlen überall mit den Menschen zu reden, die man trifft. Egal ob es ein älterer Herr im Zug durch die Highlands, zwei ältere Omis in der SBahn in Belfast, Inder in der JH in Edinburg oder Deutsche in der JH in London sind. Redet mit ihnen, immer wenn ihr die Möglichkeit habt. So erfährt man mehr vom Land und den Leuten, sieht andere Perspektiven und bekommt einen Horizont gezeigt, den man selbst oft nicht allein erreichen kann.
Ich kann abschließend behaupten, dass es eine sehr wichtige Erfahrung für mich gewesen ist. Carsten war ein angenehmer Reisepartner, auch wenn wir uns manchmal in die Haare bekommen haben, lief alles Klasse und das Essen bei Casa Mia in Cardiff wird man glaub ich so schnell nicht vergessen ;). Viele Anekdoten konnten wir sammeln, ob es das beinahe Verpassen des Flugzeugs beim Rückflug, das Beklauen in Inverness oder Cardiff, die Festivals in diversen Gegenden oder die vielen netten Menschen waren, ganz gleich wir haben alles mitgenommen was ging und sind froh darüber. Also ich kann euch nur sagen, packt eure sieben Sachen und schnappt euch ein Interrail Ticket, denn das ist eine der geilsten Erfindungen, die es wohl gibt. Gute Reise.