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China 2004... eine Einleitung!
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Im August 2004 hat sich mir die Gelegenheit geboten ins Reich der Mitte zu Reisen
und wie blöd wäre ich denn diese nicht zu nutzen. Zu verdanken habe ich diese
Gelegenheit aber auch Nadja, die sowieso nach China "musste" um dort einen Sprachkurs
in Shanghai zu besuchen. Also haben wir beschlossen vor ihrem Sprachkurs mit dem
Rucksack durch China zu reisen. Die Reise begann am 5. August 2004 um 11 Uhr morgens...
Ich möchte euch ein paar Sehenswürdigkeiten und Tipps geben, falls ihr euch auch
einmal in diese Gegend verirren solltet.
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Die Reiseroute
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Um kurz einen Überblick zu geben, hier unsere Reiseroute kurz und knapp, mit Angabe
der ungefähren Kilometer:
| Datum |
Von |
Nach |
Dauer |
Strecke |
| 05.08.04 | Düsseldorf | Dubai | 6h 20m | 5004km |
| 06.08.04 | Dubai | Shanghai | 9h 20m | 6442km |
| 07.08.04 | Shanghai | Chongqing | 2h 30m | 1712km |
| 07.08.04 | Chongqing | Yichang | 57h 20m | 650km |
| 10.08.04 | Yichang | Wuhan | 5h 30m | 550km |
| 12.08.04 | Wuhan | Nanchang | 7h 45m | 391km |
| 13.08.04 | Nanchang | Shanghai | 13h 55m | 844km |
| 19.08.04 | Shanghai | Peking | 14h 30m | 1463km |
| 22.08.04 | Peking | Shanghai | 14h 10m | 1463km |
| 25.08.04 | Shanghai | Dubai | 9h 45m | 6442km |
| 26.08.04 | Dubai | Düsseldorf | 7h 5m | 5004km |
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... die Jangtze-Fahrt
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Hier hat man die Wahl flussaufwärts oder abwärts zu fahren. Wir haben die Tour flussabwärts von
Chongqing nach Yichang genommen. Dies hat uns circa 120Euro gekostet und da war so gut wie alles
dabei (4 Bett Zimmer, Klimaanlage, TV, Bad mit Dusche und SitzWC, diverse Eintrittsgelder und Reiseführer).
Reisezeit waren ungefähr 3 Tage. Abends legten wir in Chongqing ab und direkt am nächsten Morgen
haben wir dann eine Geisterstadt angeschaut: Fengdu. Auf Bild 1 seht ihr, dass die Stadt im Vordergrund
komplett in die Stadt im Hintergrund umgesiedelt wurde.
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 Bild 1: Fengdu
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Hier haben wir einen Berg bestiegen und einen Tempel angeschaut (Bild2). Es ist wirklich unglaublich welche
Kosten und Mühen nicht gescheut werden, um dieses Staudammprojekt zu komplettieren. Überall auf
der Fahrt sieht man Schilder, wie hoch das Wasser noch steigen wird und realisiert, wer noch
umziehen muss. Entlang dieser Tour hat man die Möglichkeit viele andere Sehenswürdigkeiten zu sehen:
unter anderem eine Tempelanlage, die auf einem Felsen errichtet wurde, die früher nur durch eine
Holztreppe erreicht werden konnte: der Shibao Turm, sehr berühmt und bekannt (Bild 3).
Man sieht wie dreckig der Jangtze ist. Außerdem sieht man die 3 Schluchten (Bild 4)und hat auch die
Möglichkeit die 3 kleinen Schluchten anzuschauen. Eine Tour, die ich jedem nur ans Herz legen kann.
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 Bild 2: Tempel bei Fengdu |
 Bild 3: Shibao Turm |
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Einige Stunden vor der geplanten Ankunft in Yichang erreichen wir den wohl größten Damm auf Erden:
den 3 Schluchtenstaudamm. Man hat gar keine Vorstellung, wie groß dieser Damm ist. Man sieht
ihn schon Stunden vorher und wird von der Größe erschlagen, wenn man für der Schleuse wartet.
Aber auch die Schleusendurchfahrt erweist sich als das Ultimative (Bild 5). Es dauert Stunden
durch alle Schleusen durchzukommen und letztendlich sind wir irgendwann lieber schlafen, als
das immergleiche Schauspiel weiter zu beobachten.
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 Bild 4: Sonnenaufgang in den 3 Schluchten |
 Bild 5: Staudammschleuse |
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... die große Mauer
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Nachdem Ulrike und Patrick schon vor uns in Beijing gewesen waren, haben wir ihren Rat befolgt und
sind nicht zum dem Abschnitt der Mauer gefahren, der für Touristen so sehr geeignet ist, sondern
haben den etwas komplizierteren Weg gewählt: Fahrt bis in ein Dorf, Aufstieg zur Mauer und "Spaziergang"
bis zum nächsten Dorf und anschließender Abstieg.
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 Bild 6: Mauer in der Ferne |
Aber dies sollte sich als nicht so einfach erweisen, denn es wurde ein Kraftakt, der Unmengen an
Getränken, Schweiß und Energie gekostet hat. Alleine der Aufstieg zur Mauer war eine knappe Stunde
Quälerei. Auf Bild 6 kann man nur das Ausmass erahnen, denn die Mauer befindet sich auf den Bergen
im Hintergrund. Nach einem doch anstrengenden Marsch sind wir endlich auf der Mauer angekommen.
Das Bild ist unglaublich, Bild 7. Man kann einigermaßen weit sehen, aber man unterschätzt die Sonne,
die durch den Dunst enorm scheint. Aber unser Ziel war vorgegeben: unbestimmter Weg, bis zum nächsten
Dorf, in nur 3-4 Stunden, dort werden wir wieder abgeholt. Wäre die Mauer nur in dem Zustand
wie auf Bild 7, dann kein Problem. Aber man kommt an vielen Abschnitten vorbei, die aussehen, wie
auf Bild 8 und 9. Die ganze Zeit nerven die Chinesen, die einem was verkaufen oder eine
Abkürzung für wenig Geld zeigen wollen.
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 Bild 7: intakte Mauer |
 Bild 8: kaputte Mauer |
Auch wenn dieser Ausflug das letzte bisschen Energie in uns reaktiviert hat.
Auch wenn Eun Sie fast tot gewesen wäre und Nadi im Gesicht so rot wie ihr Oberteil war und
ich ein TShirt aus Salzkristallen bekommen habe, all dies hat sich gelohnt und wir haben
einen unvergesslichen Tag auf der Mauer gehabt. Kaum Touristen und viel Anstrengung und eine
Erfahrung fürs Leben. Nach dem Abstieg haben wir uns müde wieder nach Beijing fahren lassen,
und den Abend eher ruhig ausklingen lassen.
|  Bild 9: kaputte Mauer 2
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... Stadtansichten
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Auf unserer Reise sind wir an vielen Städten vorbeigekommen. Hier möchte ich nur kurz einen Ausblick
geben, denn der Umfang der Reise sprengt einfach den Platz hier. Shanghai und Beijing bekommen einen
eigenen Abschnitt, da wir dort ein klein wenig mehr Zeit verbracht haben.
Angefangen bei Chongqing, dessen Fußgängerzone man auf Bild 10 sieht. Chongqing ist eine etwas andere
Stadt: sehr sehr hügelig und sehr sehr groß. Das gesamte Stadtgebiet ist einfach unüberschaubar.
Aber schon hier haben wir die krassen Gegensätze der Architektur mitbekommen. Neben Siedlungen, die
mehrere Jahrzehnte alt sind, wo man sich fragt, ob diese Wasser und Strom haben stehen moderne
Wolkenkratzer und so sollten wir noch viele Städte vorfinden. Auf Bild 11 sieht man mal einen älteren
Teil Chongqings. Übrigens sind die Geschäfte nach Typ sortiert. Eine Straße nur mit Metallgeschäften,
dann mal nur Ventilatoren, oder Obstläden. Einfach schräg.
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 Bild 10: Chongqing Innenstadt |
 Bild 11: älteres Chongqing |
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Des weiteren sind wir kurz in Yichang gewesen. Ha, aber kurz trifft es hier wohl genau. Wir haben
den Hafen gesehen, sind dort mit dem Bus aufgebrochen in Richtung Wuhan. Also zu dieser Stadt kann
ich nicht viel sagen, außer dass sie nicht viel zu bieten hat, sonst wären wir länger dort geblieben.
Aber danach haben wir Wuhan betreten. Von dessen Größe überwältigt, da es Stunden gedauert hat,
von den ersten Siedlungen am Rande der Stadt, bis in die Innenstadt.
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In Wuhan angekommen hatten wir erst einmal zu tun mit der Gegend klar zu kommen, denn wir wussten nicht,
dass Wuhan früher aus 3 Städten bestand und die Stadteile heute noch so heißen. Wir suchten den
Bahnhof von Wuhan, welcher nach dem Stadtteil Wuchang benannt ist. Auf Bild 12 kann man den Ticketschalter
dieses Bahnhofs sehen. Aber Zugfahren in China ist ein Thema für sich. Was gibt es in Wuhan noch?
Wuhan ist eine riesige Stadt, mit einem extrem heißen Klima und plötzlichen Regenschauern. Die Luftfeuchtigkeit
ist fast unerträglich (im August) und trotzdem kann man vieles anschauen. Auf Bild 13 seht ihr den Ausblick
vom Gelände der Kranichpagode, die sich auf dem Berg inmitten der Stadt befindet. Am Ostufer des Dong Sees
gibt es das Hubei Provinzmuseum, Parks, einen Vogelkäfig und ein Ozeanium. Man kann in Wuhan unglaublich
gut einkaufen, hier haben wir das Busfahrenf zum ersten Mal probiert und überhaupt ist Wuhan einfach einen
Besuch wert. Bild 14 zeigt übrigens eine Straßenszene, mit kleinen Jungen, die den alten das Spielen nach
machen.
|  Bild 12: Wuchang Bahnhof |
 Bild 13: Blick auf Jangtze |
 Bild 14: Straßenszene |
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Nach Wuhan haben wir einen Abstecher nach Nanchang gemacht, dass eigentlich nicht wirklich
erwähnenswert ist. Beim Schlendern durch die Stadt haben wir eine Pagode (Bild 15) gefunden. Nanchang
kam uns sehr sandig und windig vor. Sicherlich kann man in Nanchang einiges machen, nur verglichen
mit Wuhan ist es nicht wirklich groß. Aber der Platz vor dem Bahnhof sieht interessant aus: Bild 16.
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... Shanghai
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In Shanghai haben wir einige Zeit verbracht, aus dem Grund, weil Nadja hier ihren Sprachkurs
schon beginnen musste und weil es eine wahnsinnig interessante Stadt ist, die viel zu bieten hat.
Gelandet sind wir auf dem Pudong International Airport. Von diesem aus gibt es viele Möglichkeiten
in die Innenstadt zu gelangen. Private Taxis sind meist die billigere Alternative, weil hier
natürlich auch die Möglichkeit des Handelns besteht.
Schon auf dem Weg in die Stadt hinein wird man erschlagen: Transrapidstrecke, Hochhäuser, das Klima
und die ewige Lautstärke. Aber was macht Shanghai so interessant? Ist es die Lautstärkeanzeige, die
vollkommen normal zwischen Temperatur und Luftfeuchtigkeit überall zu finden ist? Sind es die
Menschen, die in dieser Stadt einfach nur durch die Gegend wuseln und beschäftigt sind? Ist es die
Architektur, die nichts gleicht, was man auf der Welt noch finden kann? Es ist einfach alles zusammen!!!
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 Bild 17: PuDong |
 Bild 18: BUND bei Nacht |
Aber was kann man in Shanghai so alles tun? Zum obligatorischen Pflichtprogramm gehört natürlich der BUND (Bild 18),
der im Prinzip eine Flaniermeile direkt gegenüber von Pudong ist. Hier sind früher alle Banken gewesen
und heute demnach eine prächtige Fassade. Schaut euch das Bund Museum an!!!
Von dort als sollte man die Möglichkeit nutzen rüber nach Pudong (Bild 17)
zu fahren. Aber bitte nutzt bloß nicht den BUND Erlebnistunnel. Das ist Geldverschwendung und ein
schlechter Scherz ;). Etwas südlich auf der Bundseite gibt es eine Fähre, die nach Pudong ein paar Yuan
und auf dem Rückweg gar nichts kostet, nutzt lieber diese.
Drüben in Pudong ist es natürlich schwierig den Weg durch die Wolkenkratzer zu finden ;). Der Oriental
Pearl und der JinMao Tower sind wohl die bekanntesten Vertreter. Es lohnt sich übrigens ins Aussichtdeck
des JinMaos zu fahren. Man hat eine hervorragende Aussicht auf viele Teile Shanghais. Wenn man einmal dort
ist sollte man auch in die Bar des JinMaos gehen, in der die Cocktailpreise zwar gesalzen sind, aber ich
glaub in solch einer hohen Bar hat man selten etwas getrunken. Wer sich traut kann auch versuchen
in das Hotel selbst zu kommen, um das riesige Attrium, welches auch einzigartig ist, zu bestaunen. Auch
in Pudong ist noch ein riesiges Einkaufszentrum, wo man alles kaufen kann. Sehr einfach zu finden und Auswahl
ohne Ende, wenn man wieder mal heimische Kost genießen möchte.
|  Bild 19: Nanjing Lu |
Außerdem ist Shanghai natürlich ein Einkaufsparadis. Die Nanjing Lu ist wohl der beste Anfang um einen
kleinen Einstieg zu bekommen. Aber es wird interessanter, wenn man den Fake Market besucht, oder etliche
kleine Geschäfte, die einfach überall verteilt sind. Hier sollte man selbst das richtige Gespür dafür
entwickeln. Ein Muss ist auch der Besuch des Renmin Squares (Bild 20). Dafür sollte man sich mehr Zeit nehmen,
denn die Museen dort gehören alle besucht.
Eine sehr interessante Art Shanghai kennen zu lernen ist auch einfach durch die Stadt zu spazieren und
sich die Architektur zu betrachten. Diese reicht vom Baustil mit Ziegelsteinen, der irgendwie an die
dt. Bauweise erinnert über extravagante Hochhäuser oder circa 100 Jahre alte Siedlungen, die ähnlich
den Hutons in Beijing sind (Bild 22). Diese sollte man in der Altstadt suchen, wo man auch Nachbauten alter
chinesischer Baukunst findet (Bild 21). Man sollte da hindurch schlendern und den Leuten beim altäglichen Leben
zu schauen und den Kontakt nicht scheuen. Sie sind alle sehr nett und aufgeschlossen und sobald sie
merken, dass man interessiert und nicht abgeschreckt ist, macht es Spaß mit ihnen umzugehen.
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 Bild 20: Renmin Square |
 Bild 21: Altstadt |
 Bild 22: alte Siedlungen |
Gleich dort in der Nähe befindet sich auch das Ziel für die meisten Touristen, eine Souvenier-Meile, auf
der man auch alles bekommt, aber zu Preisen, die jenseits von gut und böse sind. Wir haben diese Gegend
gemieden und nur einmal besucht, weil sie wirklich nur für Touristen ist und demnentsprechend überfüllt und
teuer.
Interessant wird es auch noch, wenn man sich in das Barviertel traut. Hier ist es tagsüber ruhig und man
findet nette Lokale, wo sich junge Leute treffen und man sehr gut essen kann. Dort in der Nähe ist auch
das Haus versteckt, wo Zaou Enlai gelebt hat. Der "Retter" der Verbotenen Stadt. Ein Blick ist es allemal
wert, da dort in der Gegend viele interessante Schnappschüsse des alltäglichen Lebens geschossen werden
können.
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Abschliessend kann man auch nur sagen, dass man sehr viel mehr Zeit braucht, wie überall. Ein kleines
Muss für Technikinteressierte ist auf jeden Fall auch eine Fahrt mit dem Transrapid zurück zum Pudong
Flughafen, ein einmaliges Erlebnis. Man sollte sich auch mal Nachts in Shanghai hinaus trauen, den Bund
anschauen, wie prachtvoll er beleuchtet ist (vorsicht, die Beleuchtung wird ab einer bestimmten Uhrzeit
abgeschalten) und auch mal feiern gehen. Aber hier muss jeder selbst wissen, wo er die Akzente setzt.
Mit genügend Zeit, findet man jeden Tag etwas neues schönes an Shanghai, glaubt es mir.
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 Bild 23: Transrapid am Pudong Airport
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... Beijing
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Für Beijing haben wir knappe 4 Tage eingeplant. Fast ein voller Tag ging für den Trip zur Mauer drauf,
den Rest haben wir in Beijing verbracht. Von Shanghai aus haben wir uns Tickets für einen Nacht-Express-Zug
nach Beijing besorgt. Natürlich wieder nur one-way. Es war eine sehr angenehme Reise und günstiger als
das Flugticket. Direkt vor dem Hauptbahnhof in Beijing ist immer Trubel und man muss sehen, wo man wie
gut hinkommt.
Tja, was kann man in Beijing nun als erstes machen? Beijing ist einfach erschlagend, was die Sehenswürdigkeiten
als auch die Möglichkeiten angeht. Da wir nur ein paar Tage Zeit hatten, mussten wir uns auf die uns
wichtigsten konzentrieren. Dazu gehört der Besuch in der verbotenen Stadt. Er ist sozusagen ein Muss und
sehr beeindruckend. Leider gab es oft Feuer, so dass man erfahren muss, dass diese Gebäude nicht wirklich
alt sind im Vergleich zu europäischer Architektur. Zum Pflichtprogramm gehört natürlich auch der Tianainmen
Platz, der wirklich unglaublich groß ist. Anbei gleich die Volkshalle, das Mausoleum von Mao und das
Nationalmuseum. Interessanterweise ist es, wenn man hier aus Süden kommt und die Strasse direkt auf den
Tiananmen zuläuft. Da kommt man an den alten Toren der Stadtmauer vorbei.
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 Bild 24: äußeres Tor der Stadtmauer |
 Bild 25: Die Verbotene Stadt |
 Bild 26: Lotus Lane |
Man läuft sozusagen immer mehr in Richtung altes Regierungszentrum und durchläuft die einzelnen Punkte:
äußeres Stadtmauertor, inneres Tor, Platz, Eingang zur Verbotenen Stadt, Verbotene Stadt. Letztendlich
kann man die Verbotene Stadt durch den Hinterausgang verlassen und von hier weiter durch die Stadt
geistern.
Abends sollte man einen Ausflug zur LotusLane wagen, die für Touristen eine nette Meile zum Essen
und Amüsieren ist. Auch zum Pflichtprogramm gehört der Himmelstempel, in der sich der Kaiser zu seinen
Zeiten zurück gezogen hat, um für eine reiche Ernte zu beten und seine Kriegspläne "bestätigt" zu bekommen.
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 Bild 27: Hutons |
 Bild 28: Himmelstempel |
Was auch noch sehr eindrucksvoll sein soll ist der Sommerpalast. Leider hatten wir nicht die Zeit diesen
zu besuchen, da er auch außerhalb des Stadtzentrums liegt.
Aber es sind die vielen kleinen Dinge, die den Aufenthalt in Peking noch verschönern. Zum Beispiel sollte
man unbedingt mal die richtige Peking Ente probieren. Genauso bietet Peking nette Möglichkeiten einzukaufen.
Natürlich besteht kein Vergleich zu Shanghai, aber es ist eben anders. Auch durch das Wetter, welches hier
recht moderat ist, macht es viel Spaß. Außerdem haben wir die Möglichkeit genutzt und sind durch die Hutons
gelaufen, welche ja bis zu den Olympischen Spielen alle "modernisiert" werden sollen. Es ist einfach
eine andere Welt, die man da sieht und es ist verdammt interessant diese Welt zu erleben. Nach nur 4 Tagen
im "Norden" haben wir dann den Rückweg nach Shanghai angetreten, wobei wir noch länger in Beijing hätten
bleiben können.
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Tipps und "gut zu Wissen"
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Bahnreisen: Mit der Bahn zu Reisen ist in China so eine Sache. Man hat die Wahl von Soft/Hard Seater
bis hin zu Soft/Hard Sleeper. Jeder muss nun selbst wissen, wie stark seine Brieftasche ist, aber die wohl
schönste Art zu Reisen ist im Hard Sleeper. Wieso? Ganz einfach: man kann schlafen, man kann mit Chinesen
reden, man erlebt die Reise und sieht vieles, was man in den Soft Kategorien verwehrt bleibt. Einziges Problem:
das bekommen der Tickets für diese Reiseart. Aber hier der Tipp: sobald ihr in einer Stadt ankommt,
kauft die Tickets für die Abfahrt und richtet euch nach dem Zug und nicht umgekehrt. Verhandelt mit den
Verkäufern, oft sagen sie lieber nein, bevor sie einfach nachgeben.
Einkäufe: Handeln ist in China ein ungeschriebenes Gesetz. Egal wo ihr seid, verhandelt den Preis.
Egal ob es ein Souvenir ist, oder ein Flugzeugticket, überall kann man Handeln und kein Preis ist zu unverschämt.
Klar verlangt dies einiges an Mut, als Europäer einen so unverschämt niedrigen Preis für etwas zu zahlen, was
einem mehr Wert ist, aber es würde den Stolz der Chinesen verletzen nicht zu verhandeln.
Essen: Hier ist guter Rat teuer. Prinzipiell würde ich empfehlen alles zu probieren, aber auf die
hygienischen Umstände zu achten. Ich hatte auch Probleme mit meiner Verdauerung, aber man erlebt einfach mehr
China, wenn man auch mal das Essen eines Straßenhändlers ausprobiert und letztendlich gewöhnt man sich daran.
Einzig allein beim Wasser muss man aufpassen, vor allem in Shanghai.
Fotografieren: Nicht vergessen, Menschen, die ihr fotografieren wollt zu fragen, sonst ist es sehr
sehr unhöflich
Sprache: Meine Erfahrung ist hier, nur nicht scheu sein. Selbst wenn das Unterhalten ein Krampf ist,
viele Chinesen (vor allem in abgelegenen Regionen) suchen die Unterhaltung, wollen mehr erfahren. JA und
wenn sie erst einmal merken, dass man kein Amerikaner ist, dann kann man sehr schöne Unterhaltungen führen
und sehr viele interessante Informationen bekommen, die man so nicht erfahren würde.
Stadtplan: Vergeßt einen Stadtplan, auf dem englische Bezeichnungen stehen, denn in den Nicht-Großstädten
gibt es nicht immer englische Schilder. Außerdem kommen die Taxifahrer nicht mit englischen Begriffen zurecht.
Also ein guter Stadtplan hat die Straßenbezeichnung auf Chinesisch und Englisch, sowie Buslinien mit eingezeichnet.
Lasst euch nicht übers Ohr hauen und schaut euch die Pläne an, ob ihr damit zurecht kommt,
sonst lohnt er eh nicht.
Bus fahren: Tja, man sollte es sich einfach trauen. Mit dem richtigen Stadtplan ist das kein Problem. Das
Prinzip ist auch einfach. Man steigt vorn in den Bus, wirft 1 oder 2 Yuan in die Münzschale (das steht am Bus
meist dran) und schon kann man mit dem Bus solange fahren wie man will. Natürlich sollte man vorher wissen,
wo der Bus hinfährt und zur richtigen Zeit aussteigen. Aber es ist eine interessante Erfahrung.
Hotels finden: Damit hat man eigentlich keine Problem, denn an jedem Bahnhof gibt es genug Leute,
die einem ein Zimmer verkaufen wollen. Natürlich ist das keine Luxusklasse, aber meist eine sehr gute Möglichkeit
günstig unter zu kommen. Aber lasst euch vorher auf einem Stadtplan zeigen wo das Hotel ist, nicht dass ihr
sonstwieweit gefahren werdet, nur um günstig zu wohnen. Ein Versuch ist es immer wert.
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Worte zum Schluss
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Tja, was kann man nach so einer Reise schon sagen? Vielleicht trifft es der Eindruck am besten, den ich
hatte, als ich wieder hier war: ich war überwältigt. Der Straßenverkehr, das Essen, die Menschen, einfach
alles ist ANDERS. Ist das schlecht? Nein überhaupt nicht, aber gewöhnungsbedürftig. Hat es mir gefallen? Ja
Hölle hat es das. Es hat unter anderem dafür gesorgt, dass sich mein Fernweh so stark entwickelt hat. Seitdem
ist Süd-Ost-Asien mehr von Interesse als zuvor. China kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen. Auch wenn
man sich nicht traut durch Hinterland und Co zu reisen, sind die Großstädte schon ein Erlebnis für sich.
Verglichen mit anderen Reisezielen ist es auch nicht teuer, lediglich der Flug schlägt hoch zu Buche. Also,
nehmt die Füße in die Hand und sucht das Weite in Asien!!!
Danke Nadi. Danke Patrick. Danke Eun-Sie. Danke Ulrike. Hat echt Spaß gemacht.
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